Projekt Beschreibung

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TREFFTech – Zugang zur digitalen Welt schaffen

Die JaBe-Stiftung unterstützt das Jugendzentrum Treffer in Köln Buchheim.

Computer, Laptops, Spielkonsolen, Smartphones, Foto- und Videokameras, Tablets u.v.m.

In den meisten Kölner Haushalten und Familien sind diese Geräte Standard und der Einsatz vielfältig. Doch für viele Jugendliche, die das Jugendhaus Treffer in Köln Buchheim besuchen, gehört die Nutzung und Bedienung dieser technischen Wunder und Wegbegleiter leider bisher nicht, oder wenn dann nur sehr eingeschränkt, zu ihrem Alltag!

Unser offenes Jugendhaus TREFFER, in Trägerschaft des Diakonischen Werkes Köln und Region gGmbH, ist im rechtsrheinischen Köln- Buchheim verortet, einem Stadtteil mit signifikanter Sozialproblematik. Jugendliche im Alter von 11-18 Jahren verbringen hier ihre Freizeit und treffen Freunde. Sie sollen bei uns eine kreative und annehmende Atmosphäre, Anregungen, Beratung, Unterstützung, Aufmerksamkeit, Kultur und Lebensfreude finden.

Die offene Tür und die pädagogischen Angebote sind niederschwellig, offen und kostenlos. Wir öffnen täglich und machen auch an Wochenenden und in den Ferien besondere Angebote. Die inklusive Arbeit mit allen Jugendlichen, ungeachtet ihrer sozialen, kulturellen oder religiösen Herkunft, bildet das Fundament unserer pädagogischen Ansprache. Sie sind in die Gestaltung unseres Jugendhauses partizipativ eingebunden, was dazu führt, dass sich die Angebote an ihren individuellen Bedürfnissen und Interessen orientieren.

Inhaltliche Schwerpunkte des TREFFERs sind kreative Jugendkulturarbeit, Beratungs- und Unterstützungsangebote in der persönlichen und beruflichen Orientierung, aufsuchende Arbeit im Stadtteil sowie Demokratiebildung und Medienpädagogik.

Das besondere Angebot ‚TREFFTech‘ richtet sich an Jugendliche, die sich gerne mit Medien, Gaming und Computern beschäftigen. Social Media und Video-/Musikplattformen wie Instagram, Facebook, TikTok, Youtube, Spotify und Netflix nehmen einen breiten Raum im Leben der jungen Menschen ein. Sie bieten ihnen Kontakt- und Präsentationsmöglichkeiten, Anregung, Austausch, Orientierung und auch Vorbilder. Auch das Spiel auf Konsolen, ob alleine oder online vernetzt mit Freunden, hat bei vielen Jugendlichen einen zentralen Freizeitwert.

Ein bedeutender Aspekt von ‚TREFFTech‘ ist es, einen ersten Zugang zu digitalen Arbeitsmitteln zu schaffen und in diesem Rahmen auch das eigene Gestalten (Programmieren, Webdesign, Blogging, digitales Zeichnen…) zu vermitteln. Begleitend wird auch digitalem Spielen in der jugendlichen Lebenswelt Raum gegeben. Auch werden Radiosendungen produziert, Klangcollagen und Videos erstellt und Fotobearbeitung erlernt. Anknüpfende Diskussionen im Hinblick auf ethische Fragestellungen und moralische Entscheidungen sind wichtig und werden pädagogisch geführt.

TREFFTech bietet Jugendlichen unter fachlicher und pädagogischer Begleitung einen Zugang zu digitalen Medien und leitet sie zu einer verantwortungsvollen und selbstbestimmten Nutzung an. Dafür stehen zwei PädagogInnen über den Zeitraum von zwei Jahren zur Verfügung.

Dank der Förderung durch die JaBe-Stiftung für Kinder & Jugendliche konnte dieses Projekt realisiert werden. Die ersten tollen Ergebnisse finden sich u.a. auf unserem Instagram  Account, aber natürlich auch in der täglichen Arbeit. Der Start ging mit dem Beginn der Coronapandemie einher. Um weiterhin pädagogisch mit den Jugendlichen zu arbeiten,  haben wir digitale Formate ausprobiert. So gab es u.a. Video-Chats sowie Informationen und Anregungen über den Instagram-Account. Sehr erfolgreich war und ist das online durchgeführte Rapmusik-/Tonstudioangebot. Die Jugendlichen treffen sich hier mit uns und dem Musik-/Raplehrer in Zoom-Meetings. Es wird jeweils über ein Thema diskutiert, Texte entwickelt und diese live eingesungen. So entstehen in gemeinschaftlicher Aktion jeweils beeindruckende neue Songs, in denen die Jugendlichen ihre Gefühle, Gedanken und Ideen ausdrücken. Auch wenn der persönliche Kontakt natürlich die Basis unserer pädagogischen Arbeit ausmacht, werden die in der Corona-Krise gemachten Erfahrungen mit digitalen Angeboten in unsere Arbeit einfließen.

Der Kontakt zu Herrn Bettink und Frau Müller entstand bereits in 2019 über Hans Mörtter von der Lutherkirche in der Kölner Südstadt. Nachdem wir uns persönlich kennengelernt und unsere Ideen vorgestellt haben, war die Entscheidung schnell getroffen. Wir freuen uns darüber, dass sich unsere Arbeit durch die Förderung weiterentwickeln kann.

Lutz Gebhard und Tina Kilders, Juni 2020

Weitergehende Informationen unter www.treffer-buchheim.de

Jugendhaus TREFFER
Internet: www.treffer-buchheim.de
Fotos: © Lutz Gebhard