Der Gründungsgedanke

Jan Bettink

Interview mit dem Stiftungsgründer
Jan Bettink

 

Herr Bettink, Ihre Stiftung stellt die Förderung von Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt. Was hat Sie bewogen, sich genau in diesem Bereich zu engagieren?

Das Thema liegt mir schon seit vielen Jahren am Herzen, in denen ich eine Vielzahl verschiedener Projekte unterstützt habe. Ich glaube daran, dass Kinder unsere Zukunft sind. Und: dass wir ihnen einen guten Start ermöglichen müssen, um ihre eigene Zukunft nach ihren individuellen Möglichkeiten zu gestalten.

Die Stiftung habe ich Ende 2014, im Jahr meines 60. Geburtstags gegründet. Ich finde, das ist ein gutes Alter. Energie und Erfahrung befinden sich in guter Balance. Wohl deshalb reifte der Wunsch in mir, diese Herzensangelegenheit noch konkreter anzugehen und mit der Stiftung selbst aktiv zu werden. Auch waren meine Eltern sehr bodenständig und haben mich schon früh gelehrt, nichts für selbstverständlich zu nehmen. Ich bin insofern nicht nur zufrieden mit dem, was ich in meinem Leben bisher erreicht habe, sondern auch dankbar und möchte etwas zurückgeben, zumal ich keine eigenen Kinder habe.

Förderung von Kindern und Jugendlichen ist ein weites Feld, worauf genau wollen Sie sich in Ihrer Arbeit konzentrieren?

Bildung sowie die Ausbildung individueller Fähigkeiten und Talente sind für mich der Grundstein eines selbstbestimmten Lebens. Sie schaffen das notwendige Selbstvertrauen, um auch schwierige Lebenssituationen zu meistern. Die Grundpfeiler hierfür werden meist in der Kindheit und im jungen Erwachsenenalter gelegt. Doch trotz unserer vergleichsweise reichen Gesellschaft, dem Recht auf Schulbildung sowie einem breiten Angebot beruflicher Ausbildung, steigt die Zahl derer, die ohne Schul- oder Berufsabschluss bleiben. Das ist gleichermaßen paradox wie erschreckend. Die Gründe hierfür sind vielfältig, sicher ist jedoch, dass ihnen dadurch viele Möglichkeiten verwehrt bleiben, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Mit unserer Arbeit möchten wir daher die Bildung, Ausbildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen fördern. Vor allem, wenn diese infolge ihres Alters, ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustands oder aber aufgrund materieller Notlagen auf Unterstützung angewiesen sind. Dies kann die Anschaffung von Lernmitteln beinhalten, die Vergabe von Stipendien, genauso wie die Förderung familiennaher Erziehung oder einer akademischen oder fachlichen Berufsausbildung.

Was möchten Sie in 10 Jahren über Ihre Stiftung sagen können?

Dass sie 1000 Kindern und Jugendlichen geholfen hat, ihren Weg zu finden. Ich würde mich aber auch bei einer geringeren Anzahl schon freuen, in der Hoffnung, dass diese nachhaltig von unserer Arbeit profitiert und ihren Platz im Leben gefunden haben.